Matroschka – russische Verschachtelungspuppe

Matroschka oder Matrjoschka nennt man das russische bemalte Holzspielzeug in Form mehrerer ineinander verschachtelter Puppen, welche symbolisch für die Fruchtbarkeit und die Mutterschaft stehen. Der Name Matrona oder Matrjona, der vom russischen Wort für „Mutter“ abgeleitet ist, war in Russland Ende des 18. – Anfang des 19. Jahrhunderts sehr beliebt und weit verbreitet.

Klassische Matroschka 

   

  

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Manty sind in Russland sehr beliebt

мантышница мантоварка Mantytopf MantydampfgarerDer Mantytopf (Dampfgarer) ist ein mehrteiliger Kochtopf für die Zubereitung von Manty und anderen Gerichten mit Gemüse, Fleisch und Fisch über aufsteigendem Dampf.

Der Mantytopf besteht aus dem untersten Kochtopf, der mit Wasser befüllt wird, und mehreren Dampfeinsätzen übereinander. Die Anzahl der Dampfeinsätze ist unterschiedlich: zwischen einem und sechs. Je größer die Familie, desto mehr Dampfeinsätze werden benötigt und desto größer sollte der Mantytopf im Durchmesser sein.

Benötigen Lebensmittel höhere Gartemperaturen, wie z. B. Fleisch, werden diese im untersten Dampfeinsatz zubereitet. Im zweiten Dampfeinsatz kann Geflügel oder Fisch gegart werden; im dritten – Gemüse.

Manty nennt man das in Russland sehr beliebte, über Dampf gegarte asiatische Gericht: Teigtaschen, meist mit Fleisch gefüllt. Mantyrezepte gibt es sehr viele. Hier eines der einfachen:

Eiernudelteig:
400 g Mehl,
2 Eier,
50 ml Wasser,
Priese Salz

Alle Teigzutaten gut miteinander vermischen und zu einem weichen Teig, der nicht mehr an den Händen kleben bleibt, verkneten und anschließend in zwei Teile aufteilen. Beide Teile nacheinander dünn ausrollen und in 8 x 8 cm große Quadrate schneiden.

Füllung:
500 g Hackfleisch (aus Schweine-, Rind- oder Geflügelfleisch, oder halb und halb aus Schweine- und Rindfleisch),
1 Zwiebel (klein gehackt oder püriert),
1 große rohe Kartoffel (gerieben oder püriert),
Salz und Pfeffer,
etwas gehackte frische Petersilie nach Wunsch.

Alle Zutaten gut miteinander vermischen und verkneten.

So können Sie die Manty formen: Manty-Video

Der unterste Topf wird zu ca. 2/3 mit Wasser gefüllt. Darüber kommt der erste Dampfeinsatz, der mit Pflanzenöl gefettet wird, bevor Manty hineinkommen: nicht zu dicht nebeneinander, denn während des Garens werden sie etwas größer.

Nachdem alle Dampfeinsätze befüllt worden sind, bringt man das Wasser zum Kochen, reduziert das Feuer auf die mittlere Stufe und gart die Manty ca. 30 – 45 Minuten lang.

Besonders gut schmecken fertige Manty mit etwas zerlassener Butter.

Bleiben Manty für eine zweite Mahlzeit übrig, so kann man diese im Kühlschrank aufbewahren und anschließend in Butter, Butterschmalz oder Pflanzenöl von allen seiten kurz in der Pfanne anbraten.

   

Buchweizen: geröstet und ungeröstet

Buchweizen гречкаDer Buchweizen kommt ursprünglich aus Indien und Nepal, wo er „schwarzer Reis“ genannt und seit ca. 5.000 Jahren kultiviert wird. Die Körner dieses Pseudogetreides sind so geformt, dass sie stark an Bucheckern erinnern. Daher der deutsche Name „Buchweizen“.

Die Buchweizenpflanze hat zwei bemerkenswerte Eigenschaften: Sie verdrängt Unkraut vom eigenen Feld und stellt keine besonderen Ansprüche an den Nährboden. Dies macht den Pestizid- und Düngemitteleinsatz völlig überflüssig.

Eigenschaften

Der Buchweizen ist von Natur aus glutenfrei und enthält viele Vitamine (Е, В1, В2, В9 – Folsäure, PP, Rutin) und Spurenelemente (Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, Jod, Zink, Fluor, Kupfer, Bor, Magnesium). Er besteht aus Kohlenhydraten, bekömmlichen Proteinen, Fetten und Ballaststoffen.

Da der Buchweizen kein Gluten (Klebereiweiß) enthält, eignet sich das Buchweizenmehl zwar nicht zur Brotherstellung, dafür aber für die Zubereitung von Pfannkuchen, Fladenbrot, Spätzle etc. Bei der Herstellung von Nudeln kann ein Teil des Weizenmehls durch Buchweizenmehl ersetzt werden. In Europa weitgehend unbekannt, ist gerösteter (brauner) Buchweizen in Russland und anderen aus der ehemaligen Sowjetunion hervorgegangenen Staaten eine beliebte Beilage zu Hauptgerichten.

Buchweizen wird bei langer Lagerung weder ranzig noch schimmlig – selbst bei erhöhter Luftfeuchtigkeit – und kann ohne Qualitätseinbußen über lange Zeiträume gelagert werden.

Gegenanzeigen

So gesundheitsfördernd der Verzehr von Buchweizen auch ist, sollte man sich keine zu lange Buchweizendiät verordnen. Wichtig zu wissen ist auch, dass
– der hohe Proteingehalt im Buchweizen Menschen mit Eiweißunverträglichkeiten schaden kann,
– das im Buchweizen enthaltene Rutin gefäßerweiternd wirkt und bei Menschen mit Bluthochdruck zu plötzlichem Blutdruckanstieg führen kann,
– der hohe Anteil an Kohlenhydraten den Blutzuckerspiegel steigen lässt, weshalb Menschen mit Diabetes und Nierenfunktionseinschränkungen den Buchweizen nur mit Vorsicht genießen sollten.

Zubereitung

Damit der Buchweizen während der Zubereitung seine guten Eigenschaften behält, sollte man ihn nicht lange im Wasser einweichen, da er dabei zu viele wichtige Spurenelemente verliert. Zu langes Kochen zerstört den Großteil der Vitamine. Die Zugabe von Milch oder Zucker ist ebenfalls nicht wünschenswert.

Der geröstete (braune) Buchweizen lässt sich sehr einfach zubereiten:
Pro 100 Gramm Buchweizen braucht man 200 ml Wasser und etwas Salz.
Die Buchweizenkörner in einem Sieb mit kaltem Wasser abbrausen und in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben, den Topfdeckel schließen. Alles auf höchster Stufe aufkochen und danach auf mittlerer Stufe 15 – 20 Minuten kochen lassen, gelegentlich umrühren. Der Buchweizen ist fertig, wenn das Wasser komplett verdampft ist und die Körner sich wie kleine Blüten geöffnet haben. Wer mag, kann in den so zubereiteten Buchweizen etwas Butter geben und alles kräftig umrühren.

In Deutschland ist der braune (geröstete) Buchweizen weitgehend unbekannt. In den Supermärkten und Reformhäusern wird der Buchweizen ungeröstet (grün) verkauft. Den grünen Buchweizen kann man entweder genauso wie den braunen zubereiten oder nach einem der auf der Verpackung aufgedruckten Rezepte.

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Probieren Sie beides!
Im Internet findet man eine Fülle an Rezepten mit Buchweizen und Buchweizenmehl, z. B. hier: http://www.chefkoch.de

Geröstete Sonnenblumenkerne

семечки SonnenblumenkerneIn Russland sind ungeschält geröstete Sonnenblumenkerne sehr beliebt. Das gemächliche Schälen und Knabbern der leckeren Kerne entspannt und sorgt für eine angenehme Gesprächsatmosphäre, falls man sie nicht alleine genießt.
Sonnenblumenkerne enthalten eine Fülle gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe: Vitamine, Spurenelemente, Proteine, Kohlenhydrate, Karotinoide, Gerbstoffe und Öl. Dank ihrer Zusammensetzung fördern Sonnenblumenkerne die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung, sind gut für Augen und Haut, entfalten ihre gute Wirkung auf Leber und helfen bei der Reinigung der Gallengänge. Sonnenblumenkerne sind reich an Magnesium und somit gut für das Herz-Kreislauf-, das Nerven- und das Immunsystem. Für den Aufbau der Zellmembranen braucht unser Körper ungesättigte Fettsäuren, welche auch in den leckeren Kernen enthalten sind. Sonnenblumenkerne bestehen zu 20 % aus Proteinen und essentiellen Aminosäuren.
So gut sie uns tun und so gerne wir sie auch genießen, eines dürfen wir dabei nicht vergessen: Sonnenblumenkerne sind sehr kalorienreich. Deshalb sollten wir sie nur in Maßen genießen. Die in Sonnenblumenkernen enthaltenen Öle und Fette können bei übermäßigem Verzehr zu Sodbrennen führen. Wichtig ist, immer nur frische Sonnenblumenkerne zu verzehren, da sich in diesen bei zu langer Lagerung für unsere Gesundheit ungünstige Stoffe bilden und anreichern.

Zeitung Russkaja Germanija

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Buch „Russland in kleinen Geschichten“

Russland in kleinen GeschichtenDas im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienene Buch von Natalija Nossowa „Russland in kleinen Geschichten“ ist zweisprachig – in Russisch und in Deutsch – verfasst. Das Lesen der kurzweiligen Geschichten wird den Russisch lernenden durch die Angaben zur richtigen Betonung wesentlich erleichtert. Die kurzen, spannenden Texte handeln nicht nur von den wichtigsten Ereignissen in der Geschichte, den Sehenswürdigkeiten und den geographischen Besonderheiten Russlands, sondern auch von den Bräuchen, der Lebensart und der russischen Küche: sogar mit Rezepten für Bliny – russische Pfannkuchen und Borschtsch – russischen Gemüseeintopf.